Dattel-Pralinen (Dattelkonfekt)
Diese Dattel-Pralinen kommen ohne zusätzlichen Zucker aus und schmecken trotzdem herrlich süß, schokoladig und zart nach Tonkabohne. Du suchst nach einer gesunden Süßigkeit, etwas Feinem für den Plätzchenteller oder einem kleinen Mitbringsel? Für dieses Rezept brauchst du nur sechs Zutaten und ungefähr eine halbe Stunde Zeit.
Dattel-Pralinen ohne Zuckerzusatz.
Mit Datteln als Zuckerersatz experimentiere ich schon seit ungefähr 12 Jahren. Aber seitdem ich Sukkary-Datteln (Code DBA-VERDATTELT für 5 % Rabatt) entdeckt habe, bin ich völlig im Dattelwahn.
Weil sie butterweich sind, lassen sie sich super einfach verarbeiten: Kein Vergleich zu den Zeiten, als sich mein Multizerkleinerer beim Versuch, eine Dattelpaste herzustellen, an einem zähen Klumpen die Zähne ausgebissen hat.
Nachdem ich meine Dattel-Lebkuchen und meine Dattel-Haferkekse fertig hatte, kam mir letztens die Idee, mal wieder etwas Ungebackenes zu produzieren. Pralinen machen sich auf einem (vorweihnachtlichen) Plätzchenteller schließlich auch ganz hervorragend. Und, was soll ich sagen: Gleich mein erster Versuch war ein ziemlicher Volltreffer.
Dattelsüße als Zuckerersatz.
Die meisten Pralinen schmecken zwar sündhaft gut, sind aber nährwerttechnisch keine Knüller. Müssen sie ja auch nicht sein: Auch eine gesunde Ernährungsweise hat Platz für ganz normale Süßigkeiten, die schmecken wie früher. Alles zu seiner Zeit und im richtigen Maß.
Wenn du bei mir gelandet bist, vermute ich aber, dass du auf der Suche nach einem Rezept bist, das nicht nur deiner Seele, sondern auch deinem Körper guttut.
Klar, auch Dattelpralinen sind Süßigkeiten: Datteln bestehen zu ungefähr zwei Dritteln aus Zucker, den der Körper genauso verwertet wie den aus Haushaltszucker. Weil sie aber zusätzlich Mineral- und Ballaststoffe liefern, fühlt sich das trotzdem einfach besser an.
Pralinen aus Datteln, Nüssen und dunkler Schokolade .
Eine Dattelpraline liefert etwa drei Gramm Ballaststoffe. Das klingt vielleicht nicht nach viel, ist für eine Süßigkeit aber recht ordentlich. Die empfohlenen 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag rein mit Dattelpralinen zu decken, wäre aber wahrscheinlich nicht die allerbeste Idee. Ich sags ja nur.
Die Datteln geben im Vergleich zu Zucker eine weniger aufdringliche Süße und eine leichte Karamellnote. Mandeln liefern Struktur, gesunde Fette und zumindest ein bisschen Protein. Ich tunke die Dattelbällchen anschließend in dunkle Schokolade: Die Kombination aus Dattelsüße, Mandeln und der herben Schokonote ist für mich unschlagbar.
Ich habe überlegt, welches Gewürz eine interessante Ergänzung zu diesem Dreiklang wäre und mich für die Tonkabohne entschieden. In meinem Dattelpralinen-Rezept verwende ich ungefähr ein Drittel einer Bohne, dadurch bleibt das Aroma relativ bescheiden im Hintergrund.
Auf einen Blick.
Die Dattelpralinen sind:
✓ Vegan
✓ Glutenfrei
✓ Ohne raffinierten Zucker (abgesehen von der Schokolade)
✓ Ballaststoffreich (ca. 3 g pro Stück)
✓ Proteinreich (ca. 4 g pro Stück)
✓ Anfängerfreundlich
✓ Voller gesunder Fette, Mineralstsoffe und Antioxidantien
Die Zutaten der Dattelpralinen.
Datteln.
Wie schon gesagt: Ich verwende am allerliebsten Sukkary-Datteln (5 % Rabatt mit Code DBA-VERDATTELT). Sie sind zuckersüß und haben eine fast schon cremige Konsistenz: Das erleichtert die Verarbeitung enorm, weil der Mixer weniger arbeiten muss und die Masse homogener wird.
Medjool-Datteln oder andere weiche Sorten gehen aber auch. Falls du Deglet Nour Datteln verwendest, empfehle ich dir, sie vor dem Verarbeiten einzuweichen. Durch die zusätzliche Feuchtigkeit sind die Pralinen dann allerdings nur wenige Tage haltbar und müssen in den Kühlschrank.
Fun Fact am Rande: Datteln enthalten (genau wie Kakao) Tryptophan, eine Aminosäure, die der Körper unter anderem in das Glückshormon Serotonin umwandelt. Man könnte also sagen, die Dattelpralinen machen gleich mehrfach glücklich.
Mandeln.
Ich verwende ganze Mandeln mit Schale, denn in der braunen Haut stecken zusätzliche Nährstoffe und Antioxidantien. Ich zerkleinere die Nüsse selbst, du kannst alternativ aber natürlich auch einfach gemahlene Mandeln kaufen.
Falls du Mandeln nicht magst oder verträgst, kannst du prinzipiell jede andere Sorte Nüsse verwenden. Ich habe fest vor, die Dattelpralinen demnächst mal mit Pekannüssen, Pistazien und Haselnüssen auszuprobieren.
Vanille & Tonkabohne.
Die Tonkabohne ist optional, gibt aber eine ganz besondere Note: Ich liebe sie! Tonkabohnen wachsen in den Regenwäldern von Südamerika und sind klein, runzelig und dunkelbraun bis schwarz.
Sie haben ein komplexes und relativ intensives Aroma, das irgendwie an Vanille, Bittermandeln (vielleicht sogar Marzipan) und auch etwas Nussiges erinnert. Ich reibe die Bohnen mit einer Zestenreibe, man kann aber auch das fertig gemahlene Pulver kaufen.
Alternative kannst du auch einfach Vanille nehmen. Dann empfehle ich entweder das ausgekratzte Mark einer Vanilleschote oder etwas Bourbon-Vanillepulver. Bitte kein Vanillearoma, das ist absolut nicht dasselbe.
Gut zu wissen: Tonkabohnen enthalten natürlicherweise Cumarin, einen sekundären Pflanzenstoff. Er ist für das intensive Aroma verantwortlich, kann allerdings in hohen Dosen schädlich sein. Bei der Menge, die ich im Rezept für die Dattelpralinen verwende, bist du aber deutlich unter den empfohlenen Grenzwerten. Zimt (vor allem Cassia-Zimt) enthält übrigens auch Cumarin.
Dunkle Schokolade.
Für den Überzug verwende ich möglichst dunkle Kuvertüre. Sie enthält weniger Zucker als Vollmilchschokolade und hat mehr gesunde Antioxidantien.
Außerdem wären mir die Dattelpralinen mit Milchschokolade definitiv zu süß. Die Qualität der Schokolade macht wirklich einen Unterschied: Such dir also eine aus, die du magst.
Damit der Guss schön glänzt und nicht matt oder fleckig wird, solltest du die Schokolade temperieren. Schmelze sie langsam im Wasserbad (Zieltemperatur ca. 50-55 Grad Celsius) und lass sie dann unter Rühren auf ungefähr 32 Grad abkühlen, bevor du die Dattelpralinen damit überziehst.
Geschmacksvarianten.
Das Grundrezept lässt sich sehr einfach abwandeln oder variieren:
Schoko-Doppel: Gib zwei Esslöffel pures Kakaopulver in die Dattel-Nuss-Masse.
Kokos-Note: Ersetze ein Drittel der Mandeln durch Kokosraspeln.
Weihnachts-Pralinen: Füge einen halben Teelöffel Zimt, gemahlenen Kardamom oder Lebkuchengewürz hinzu.
Frucht-Mix: Ersetze einen Teil der Datteln durch getrocknete Cranberries oder Aprikosen und gib etwas geriebene Bio-Orangenschale in die Masse.
Nuss-Karussell: Ersetze die Mandeln zum Beispiel durch Pekannüsse, Haselnüsse, Pistazien oder Walnüsse.
Dekor-Alternativen: Statt Schokoguss kannst du die Dattelkugeln auch in Kakaopulver, Kokosraspeln oder Zimt wälzen.
Aufbewahren.
Im Kühlschrank halten sich die Pralinen luftdicht verschlossen etwa zwei bis drei Wochen. In einem kühlen Raum (zum Beispiel im Keller) kannst du sie prinzipiell auch außerhalb des Kühlschranks lagern, nur zu warm sollte es nicht sein: Dann wird die Schokolade weich und die Datteln können unter Umständen anfangen zu fermentieren.
In einer kleinen Dose, einem Tütchen oder einem Glas sind die Dattelpralinen ein schönes Geschenk oder Mitbringsel.
Diese Küchenhelfer brauchst du.
Fein- oder Zestenreibe
Multizerkleinerer oder Food Processor
Topf und Schmelzschale (oder Tasse) für das Wasserbad
Küchen-Thermometer für die Schokolade

Dattelpralinen mit Mandeln und Tonkabohne
Weiche Dattelpralinen ohne zusätzlichen Zucker und mit verführerischer Karamell-Tonka-Note: Perfekt als gesündere Süßigkeit oder als Ergänzung für den bunten Plätzchenteller.
Zutaten
Zubereitung
Nährwertangaben
Kalorien
110Fett
7 gKohlenhydrate
9 gBallaststoffe
3 gEiweiß
4 gBei den Nährwerten handelt es sich um ungefähre Angaben.
FAQ & Troubleshooting.
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Datteln bestehen auch zu einem großen Teil aus Zucker, liefern aber zusätzlich Ballaststoffe, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Dadurch und durch die gesunden Fette in den Nüssen sind die Dattelpralinen nährstoffreicher als viele andere Süßigkeiten. Trotzdem ist es wahrscheinlich nicht ideal, sie direkt alle auf einmal zu verspeisen.
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Wenn du keine Sukkary-Datteln hast, empfehle ich dir Medjool oder Soft-Datteln. Deglet-Nour-Datteln sind viel fester und trockener: Falls du sie verwendest, weich sie zuerst für 30 bis 60 Minuten in Wasser ein und lass sie abtropfen, bevor du sie pürierst. Die Dattel-Nuss-Masse ist dann aber etwas feuchter und die Pralinen halten sich nicht ganz so lang.
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Ja, das geht problemlos. Pekannüsse machen die Pralinen buttriger, Walnüsse herber, Haselnüsse intensiver. Gesalzene Pistazien sind auch eine sehr spannende Variante. Für eine nussfreie Variante kannst du Sonnenblumenkerne verwenden. Röste sie am besten vorher kurz in der Pfanne.
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Dann waren die Pralinen wahrscheinlich zu kalt: Sie sollten am besten Zimmertemperatur haben. Achte darauf, dass die Schokolade flüssig, aber nicht zu heiß ist: 32 bis 35 Grad sind ideal.
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Eigentlich lassen sich die Dattelkugeln recht gut formen. Falls die Masse zu bröselig ist, waren deine Datteln wahrscheinlich zu fest oder trocken. Gib evtl. noch zwei, drei Datteln zusätzlich hinzu und mixe das Ganze nochmal durch.
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Das passiert, wenn die Temperatur beim Überziehen nicht stimmt. Profis temperieren die Schokolade: Das heißt, du kontrollierst die Temperatur. Ideal ist es, die Schokolade im Wasserbad auf 50 bis 55 Grad zu erhitzen und dann unter Rühren auf ca. 32 Grad abkühlen zu lassen, bevor du die Pralinen damit überziehst.